Wir über uns

Manfred Letsche , 1998 an Prostatakrebs erkrankt, befasste sich in den Folgejahren mit der Entstehung von Prostataleiden und deren Behandlungs-Möglichkeiten, der Krebsvorsorge, den Befundaussagen, den Therapie Varianten deren Vorteile und Risiken, und der wichtigen Nachsorge. In vielen Gesprächen mit Fachärzten, durch Teilnahme an Fortbildungs-Seminaren, durch unzählige Stunden im Gedanken- und Erfahrungsaustausch mit Betroffenen, eignete er sich Erkenntnisse an, die ihn veranlassten zunächst im Internet, später in einer benachbarten SHG, aktiv tätig zu werden. Bis zum 07. Januar 2008, an diesem Tag gründete er zusammen mit weiteren 12 Betroffenen, die Prostata Selbsthilfegruppe Neuhof.

Bereits am 08.Oktober 2008 beschlossen die inzwischen 31 Mitglieder einen Verein zu gründen. Die SHG wurde umbenannt in

Prostata Vorsorge Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Neuhof g.V.
Manfred Letsche – Görlitzerstr. 5 - 36119 Neuhof
Telefon 06655 – 74550 - prostatahilfe@letsche-neuhof.de Webseite: prostata-neuhof.de

Die Anerkennung der Gemeinnützigkeit (g.V.) wurde uns am 22.10.2008 vom Finanzamt Fulda bestätigt und unter dem 26. August 2014 erneuert.

 

Spendenkonto: VR Genossenschaftsbank Fulda e.G.

                            DE36530601800007151608

                            Konto-Name: Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Neuhof


Durch Mitglieder Beschluss vom 25.02.2009 integrierten wir die Prostata Selbsthilfegruppe Gersfeld-Rhön in unseren Gemeinnützigen Verein.
Die damaligen 22 Mitglieder, mit ihrem Ansprechpartner Bernhard Böhm, Poppenhausen, sahen sich somit als Mitglieder in der

Prostata Selbsthilfegruppe Gersfeld Rhön, satzungsmäßig verbunden mit dem  Gemeinnützigen Verein Prostata Vorsorge SHG Prostatakrebs Neuhof g.V.

Ansprechpartner Bernhard Böhm, Weiherberg 28, 36163 Poppenhausen 

Telefon 06658 – 487, boehmshgphs@gmx.de

Warum die Männer zur Selbsthilfegruppe gehen sollten

Meine Geschichte begründet den Aufruf:
Männer geht in die Selbsthilfegruppe!

Ich bin Richard, ein Betroffener, ich bin operiert, nach dem Rezidiv noch bestrahlt,
doch leider ist der Krebs so hartnäckig, dass er noch immer keine wirkliche Ruhe gibt -

aber na ja.


Ich will Ihnen eigentlich erst mal von den Anfängen bei mir ein bisschen was erzählen,
dass Sie verstehen können, wie es mir erging. Ich sag immer, ich bin im Grunde gesund (gefühlt)
zum Arzt rein, ich wollte eine ganz normale Vorsorgeuntersuchung, ich hatte keinerlei
Schwierigkeiten, keinerlei Probleme und bin dann als todkranker Mensch wieder raus gekommen.


Sie können sich vorstellen, das war schon eine Erfahrung, die einen trifft.
Das war, als ob es mir den Boden unter den Füßen weggezogen hätte.
Was jetzt und wie soll es weitergehen.
Ich kann mich erinnern, dass ich damals eigentlich eine neue Brille gebraucht hätte und mir
überlegt habe, lohnt sich das überhaupt noch? Wenn du nicht mehr lange lebst . . .

Noch ist in vielen Köpfen: Krebs gleich Todesurteil. Für mich war das noch so.

Der Urologe hat mir mitgeteilt, dass ich Krebs habe. Ich saß auf dem Stuhl und wusste überhaupt
nichts mehr. Im Kopf hat das nur noch rumort. Was ist jetzt, wie soll das weitergehen,
kann das sein, wieso ich? Das sind all die Fragen, die einem da durch den Kopf gehen und ich
konnte auch gar nicht mehr zuhören, ich weiß gar nicht mehr, was der Arzt gesagt hat.
Ich weiß nur noch eines, er hat sofort nach dem Telefon gegriffen und hat mit dem Krankenhaus
einen Operationstermin vereinbaren wollen. - Zum Glück war ich doch noch so
geistesgegenwärtig was zu sagen. Hoppla, das geht mir alles zu schnell.
Und dann hat er nur gemeint: Mit Krebs ist nicht zu spaßen. Das ist nicht die Form,
die ich als hilfreich empfand, ich hab dann auch den Arzt gewechselt. Ich tat das was man heute
so macht, ich hab mich an den Computer gesetzt und im Internet nachgeguckt,
was gibt‘s da an Informationen, an Wissen, an Tipps, an Ratschlägen. Und ich muss Ihnen sagen, da findet man jede Menge. Man kriegt so viele Ratschläge, die sich teils noch widersprechen.


Es brach ein riesiger Wust von Informationen, über mich herein, den ich überhaupt nicht mehr
sortieren konnte. Wem glaube ich? Wie kann ich mit dieser Menge an Ratschlägen, teils widersprüchlich, zu einer Entscheidung kommen?
Was mache ich, was ist für mich geeignet und seriös, wem kann ich vertrauen?
Ein medizinischer Laie kann dies nicht sichten. Man braucht Fachleute dazu. Und selbst die
Ärzte haben in diesem unserem Gesundheitssystem ja nicht mehr die Zeit, um das ausführlich
darzustellen, Vor- und Nachteile und Risiken wirklich intensiv zu beleuchten und für den eigenen
Fall verständlich darzustellen.

Ja, diese gefühlte Hilflosigkeit macht das Ganze eigentlich noch viel schlimmer. Ich wusste dann
gar nicht mehr, wo es lang geht. Plötzlich war dann der Gedanke an eine Selbsthilfegruppe da.
Ich hatte in der Zeitung mal was von einer Selbsthilfegruppe gelesen. Dass mir das in meiner
Situation einfiel, ich hatte richtig Glück. In der Folge habe ich dann von Manfred Letsche
erfahren und wie er in Neuhof die von ihm gegründete Selbsthilfegruppe Prostatakrebs lenkt
und leitet. Das war sozusagen meine Rettung.

Ja, da gibt es eben eine Gemeinschaft von Betroffenen, die alle eine gleiche oder zumindest
ähnliche Erfahrung gemacht haben, die aus eigener Erfahrung mit der Krankheit, aber auch mit
verschiedenen Therapieformen usw. berichten können. Und es gibt eben den Manfred Letsche,
der ein ungeheures Wissen hat, der einen auch im Einzelgespräch erklärt, was ist gerade der
Stand der Dinge, der auch dieses Fachchinesisch der Ärzte erstmal übersetzt in verständliche
Sprache, denn das muss man auch erst lernen zu verstehen, um was es gerade geht.
Also, er nimmt sich die Zeit und er macht das im Notfall auch im Einzelgespräch aber meist in
der Gruppe, deswegen fand ich die so hilfreich. Die Krankheit überhaupt erstmal darzustellen
und dann eben aufzuzeigen, was sind seriöse Wege und was ist in welchem Fall anzuraten,
mit dem Arzt des Vertrauens zu besprechen.

In Neuhof werden die Themen, die für unsere Krankheit und das Außenherum wichtig sind,
wirklich gezielt besprochen.

Manfred Letsche bringt dazu wirklich fundierte Referate, da kann man eigene Dinge dazu
beitragen, kann sich austauschen, und ich weiß, da werde ich verstanden.

Darüber hinaus werden natürlich Begriffe geklärt wie, was ist PSA, was ist ein Gleason Score,
was besagen diese ganzen anderen Werte in den Arztberichten, von denen ich vorher auch noch
nichts gehört hatte.
Die Vorsorgeuntersuchung, ich hab sie zum Glück auch immer gemacht, war nur etwas spät
dran, ist in dieser SHG ein großes Thema. In dieser Gruppe sind auch gute Kontakte zu den
Fachärzten, die kommen auch immer wieder mal und halten zu bestimmten Themen Vorträge,
so dass wir immer wirklich gut informiert sind.

Und wir haben Spaß, das kommt in unserer Gruppe auch nicht zu kurz.
Ein für mich damals auch ganz wichtiger Aspekt ist noch nicht erwähnt worden. Meine Angst
vor dem Tod durch Krebs hat sich natürlich relativiert.

Die Betroffenen-Familie ist ja da und ich bin da mit Menschen zusammen gekommen, die alle
mit dieser Krankheit und dieser Diagnose Krebs leben und gelernt haben, damit umzugehen.

Ich hab gemerkt, ich werde nicht gleich innerhalb von ein paar Monaten sterben müssen.
Es gibt durchaus Möglichkeiten mit dieser Krankheit weiter zu leben. Das war auch sehr hilfreich
und mit Hilfe der Gruppe und mit Hilfe von Manfred hab ich auch gelernt, damit zu leben und
nicht an dieser Krankheit zu verzweifeln.

Das ist doch ein Riesenerfolg und da kann ich sagen: die Gruppe hat mir äußerst viel geholfen
und ich kann nur alle ermutigen, auch wenn sie von der Krankheit nicht betroffen sind, sich
rechtzeitig zu informieren und teilzunehmen an solchen Angeboten.

Eine Selbsthilfegruppe, eine Betroffenen-Familie zuhaben sollte jeder Mann anstreben.

 

Richard

von der Prostata Selbsthilfegruppe Neuhof

Aus dem Vereinsleben

 

Im Oktober feiern wir unser 15-jähriges Bestehen als Selbsthilfegruppe, im Oktober sind wir im  10. Jahr als anerkannter Gemeinnütziger Verein.

 

Großveranstaltung am Samstag,

28. Oktober 2017,  im  Seniorenpflegeheim Mutter Teresa, Am Opperzer Berg 2, 36119 Neuhof.

14.00 Uhr Eröffnung und Begrüßung der Gäste durch Manfred Letsche.

Festredner aus Politik und Öffentlichkeit.

Rückblick auf 1998 und warum eine SHG.

14.30 Uhr Referat von Werner Holtermann, Urologe

Thema: Aktuelle Standards in Diagnose und Therapie des Prostatakrebs.

15.30 Uhr Der Laudator, Herr Eberhard Gies (Mitglied der SHG)

Rückblick auf 10 Jahre Gemeinnütziger Verein Neuhof.

15.45 Uhr Referat von Herrn Prof.  Feldmann: Strahlen Therapie beim Prostatakrebs.

Ca. 16.30 Uhr Ende der Veranstaltung.

Die Prostataselbsthilfegruppe Neuhof lädt alle Mitglieder, Freunde und am Thema- interessierte zu dieser Veranstaltung herzlich ein.

 

Wir freuen uns auf euer Kommen.

 

Der Vorstand